
Form schließen (Werkzeug verriegeln)
Die zwei Werkzeughälften werden geschlossen und mit hoher Schließkraft zusammengehalten. So bleibt die Form während des Einspritzens dicht und formstabil.
Produktionsservice
Wie entstehen präzise Metallbauteile im Druckguss – und ab wann lohnt sich das Verfahren wirtschaftlich? Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Prozess, Warm- und Kaltkammer, typischen Metallen (z. B. Aluminium, Zink, Magnesium) sowie Qualität, Nachbearbeitung und Kostenlogik. Insbesondere bei mittleren bis hohen Stückzahlen: assemblean unterstützt von der Machbarkeitsprüfung bis zur zuverlässigen Umsetzung über qualifizierte Fertigungspartner.

Leistungsueberblick
Druckguss ist ein Gießverfahren, bei dem flüssiges Metall unter hohem Druck in ein präzises Metallwerkzeug (Druckgussform) gepresst wird und dort erstarrt. Das Werkzeug wird dabei mit hoher Kraft geschlossen gehalten, sodass sich auch auch komplexe Geometrien reproduzierbar herstellen lassen – häufig mit kurzen Zykluszeiten.
Typische Stärken des Druckgusses sind die gute Serienfähigkeit (effiziente Fertigung ab mittleren bis hohen Stückzahlen), eine oft hohe Maßhaltigkeit und Wiederholgenauigkeit sowie Oberflächen, die je nach Anforderung direkt nutzbar sind oder sich durch Nachbearbeitung/Beschichtung weiter verbessern lassen. Druckguss ist dabei kein "Material", sondern ein Verfahren: Gefertigt wird je nach Anwendung z. B. aus Aluminium-, Zink- oder Magnesiumlegierungen.
Im Vergleich dazu wird beim Kokillenguss meist mit geringem bzw. ohne hohen Einspritzdruck in eine metallische Dauerform gegossen und unterscheidet sich somit in Füllmechanik und Erstarrungsbedingungen. Dadurch können sich Eigenschaften (z. B. Porosität, Oberflächenbild) je nach Bauteil anders ausprägen.
Feinguss ist häufig mit längeren Durchlaufzeiten verbunden und kann je nach Bauteil höhere Stückkosten verursachen; er wird aber auch in Serien eingesetzt.
Allgemein gilt: "Guss" ist der Oberbegriff für Verfahren, bei denen Metall in eine Form gefüllt und erstarrt. "Druckguss" ist eine spezielle Gussvariante, bei der die Formfüllung durch hohen Einspritzdruck erfolgt (typisch mit metallischer Dauerform und hoher Serienfähigkeit).
Leitfaden
Beim Druckguss (am Beispiel des Kaltkammerdruckguss) wird flüssiges Metall in ein geschlossenes Werkzeug gepresst, dort gezielt erstarrt und anschließend als Rohteil entnommen. Der typische Prozess lässt sich in vier Schritte gliedern:

Die zwei Werkzeughälften werden geschlossen und mit hoher Schließkraft zusammengehalten. So bleibt die Form während des Einspritzens dicht und formstabil.
Vergleich
| Kriterium | Warmkammerdruckguss | Kaltkammerdruckguss |
|---|---|---|
| Typische Metalle | vor allem Zink, in bestimmten Anwendungen auch andere niedrigschmelzende Legierungen | vor allem Aluminium (haufig), auch Magnesium und Kupferlegierungen |
| Prinzip | Einspritzsystem (Giesskammer) liegt im Schmelzbad; Metall wird direkt abgenommen und eingespritzt | Schmelze wird separat im Ofen gehalten und dosiert in die Giesskammer gefullt; dann eingespritzt |
| Zykluszeit | meist sehr kurz (hohe Ausbringung) | tendenziell langer (zusatzlicher Dosier-/Fullschritt, hohere Temperaturen) |

Warmkammer bedeutet: Das Einspritzsystem ist direkt im flüssigen Metall „eingetaucht“. Das ist ein riesiger Vorteil für die Produktivität, weil das Metall sehr schnell und stabil dosiert werden kann – ohne externes Umfüllen.
Damit das zuverlässig funktioniert, muss das flüssige Metall aber kompatibel mit den Bauteilen des Aggregats sein (z. B. Kolben, Gießkammer): Es darf diese Komponenten nicht stark angreifen oder zu schnell verschleißen.
Zinklegierungen haben im Vergleich zu Aluminium niedrigere Schmelztemperaturen und sind in Warmkammer-Systemen sehr gut beherrschbar. Ergebnis: kurze Zykluszeiten, sehr gute Reproduzierbarkeit und häufig eine sehr gute Oberflächenqualität.

Prozess
Ein klarer Ablauf, ein Ansprechpartner und ein sauber abgestimmter Fertigungsprozess.
Fragen Sie Ihr Angebot online oder per E-Mail an. Wir begutachten die Zeichnungen und technischen Daten Ihrer Anfrage.
Wenn gewünscht, melden wir uns mit Tipps zur druckgussgerechten Gestaltung bei Ihnen zurück. Im Austausch mit Ihnen unterstützen wir Sie dabei, die beste herstellbare Lösung zu realisizeren.
Sobald das endgültige Design feststeht, erhalten Sie von uns ein finales Angebot für Ihren Auftrag.
assemblean kümmert sich um den gesamten Fertigungsprozess, führt die Qualitätskontrolle durch und liefert Ihnen die Teile zum gewünschten Bestimmungsort.
Im Druckguss kommen vor allem NE-Metalle (Nicht-Eisen-Metalle) zum Einsatz. Welche Legierung sinnvoll ist, hängt stark von Bauteilanforderungen wie Gewicht, Festigkeit, Maßhaltigkeit, Oberfläche, Korrosionsverhalten und natürlich von Stückzahl und Kostenlogik ab.
Zu den häufigsten Werkstoffen zählen Aluminium, Zink und Magnesium.
Zu den bei uns verfügbaren Materialien gehören aber auch Edelstahl, Messing und Siliziumtombak. Benötigen Sie eine bestimmte Legierung, die hier nicht aufgeführt ist? Kein Problem! In Abstimmung mit Ihnen fertigen wir Ihre Teile mit Ihrem Wunschmaterial.
Aluminium bietet sehr hohe Wärmeleitfähigkeit, hohe Prozessstabilität und hohe Korrosions- und Witterungsbeständigkeit. Der Aluminiumdruckguss ermöglicht außerdem die Fertigung von Teilen mit hoher Komplexität und geringen Wandstärken. Oft verwendete Legierungen sind:
Magnesium-Legierungen haben eine geringere Härte und Festigkeit als vergleichbare AI-Legierungen, mit einer hohen Bruchdehnung und guten Gießbarkeit. Aufgrund ihrer Hitzebeständigkeit werden sie im Automobilsektor, zum Beispiel im Motorraum, eingesetzt. Oft verwendete Legierungen sind:
Maßgefertigte Teile aus Ihrem Wunschmaterial - Wir beschaffen alle Werkstoffe und Legierungen, die Sie benötigen.
Wir bieten eine breite Palette an Oberflächenbehandlungen, genau nach Ihren Design- und Funktionsanforderungen.
Als Ihr zuverlässiger Partner übernehmen wir die gesamte Auftragsabwicklung: Von der Werkzeugfertigung über die Produktion bis zur pünktlichen Lieferung Ihrer fertigen Druckgussteile.
Zur Veredelung und zum Verschleiß- und Korrosionsschutz bieten wir unter anderem auch folgende Oberflächenbehandlungen an:
Referenzen
Praxisbeispiele
Druckguss wird eingesetzt, wenn serientaugliche Metallbauteile mit guter Wiederholgenauigkeit, stabiler Qualität und wirtschaftlicher Fertigung gefragt sind. Je nach Material (Aluminium, Zink, Magnesium), Bauteilgeometrie und Anforderung an Oberfläche oder Toleranzen eignet sich das Verfahren für ganz unterschiedliche Produkte.
Typische, neutrale Beispiele sind:

z. B. Elektronikgehäuse, Schutzabdeckungen oder Funktionsgehäuse, bei denen Maßhaltigkeit, Stabilität und ein sauberes Oberflächenbild wichtig sind.
Druckguss kann sehr reproduzierbare Ergebnisse liefern – gleichzeitig hängen Maßhaltigkeit, Oberflächenbild und Ausschussquote stark von Bauteildesign, Werkzeugauslegung und stabilen Prozessparametern ab.
Besonders relevant sind typische Fehlerbilder, die man früh verstehen und konstruktiv bzw. prozessseitig adressieren sollte:

Ursache: Eingeschlossene Luft/Gase oder schwindungsbedingte Hohlräume beim Erstarren – häufig beeinflusst durch Füll- und Entlüftungskonzept, Wanddickenwechsel und Erstarrungsrichtung.
Gegenmaßnahme: Optimierung von Anschnitt/Überläufen und Entlüftung, ggf. Prozessanpassung (Füllgeschwindigkeit/Druck/Temperierung) sowie konstruktive Maßnahmen wie gleichmäßigere Wandstärken oder gezielte Speisung/Erstarrungslenkung.
Nach dem Druckguss sind viele Teile bereits gut nutzbar – je nach Funktions- und Optikanforderung sind jedoch Nachbearbeitung und Oberflächenbehandlung entscheidend. Typische Schritte sind Entgraten/Anguss entfernen (für sichere Handhabung und Montage), Strahlen oder Gleitschleifen (für ein gleichmäßigeres Oberflächenbild) sowie bei Bedarf mechanische Bearbeitung wie Bohren, Reiben oder Gewinde schneiden, um Funktionsflächen und Passungen sicher zu treffen.
Für Optik und Schutz kommen außerdem Lackieren bzw. Pulverbeschichten sowie weitere Beschichtungen zum Korrosionsschutz in Frage – insbesondere bei Feuchte, Outdoor-Einsatz oder aggressiven Umgebungen.
Oberflächen wie Beschichtung oder Lackierung können wir bei Bedarf über qualifizierte Partner organisieren.
Leitfaden
Druckguss ist besonders dann wirtschaftlich, wenn die Werkzeugkosten durch eine passende Stückzahl "getragen" werden und der Prozess stabil in Serie laufen kann. Die Stückkosten sinken mit zunehmender Menge, weil viele Aufwände (Werkzeug, Prozessauslegung, Bemusterung) am Anfang anfallen und sich dann über die Serie verteilen.
Konstruktion, Fertigung und ggf. Schieber/Mechaniken sind oft der größte Einmalposten. Je komplexer das Werkzeug, desto höher der Initialaufwand.
Vergleich
| Kriterium | Druckguss | Spritzguss |
|---|---|---|
| Werkstoff | Metalle, zum Beispiel Aluminium, Zink oder Magnesium | Kunststoffe, thermoplastisch oder duroplastisch |
| Temperatur und Prozess | Verarbeitung von Schmelzmetall in metallischen Werkzeugen | Verarbeitung von aufgeschmolzenem Kunststoff in temperierten Werkzeugen |
| Werkzeug und Invest | Werkzeuge mit Fokus auf hohe thermische und mechanische Belastungen | Werkzeuge mit Fokus auf Materialfluss, Kuehlung und Entformung |
FAQ
Druckguss ist ein Gießverfahren, bei dem flüssiges Metall unter hohem Druck in ein metallisches Werkzeug gepresst wird und dort erstarrt. Dadurch lassen sich serientaugliche Metallbauteile mit guter Wiederholgenauigkeit und häufig guten Oberflächen herstellen.
Beim Warmkammerdruckguss liegt das Einspritzsystem im Schmelzbad, was sehr kurze Zykluszeiten ermöglicht. Beim Kaltkammerdruckguss wird die Schmelze separat bereitgestellt und portionsweise in die Gießkammer gefüllt – das ist typischerweise der Standard für Aluminium.
Am häufigsten sind Aluminium, Zink und Magnesium. Aluminium ist ein verbreiteter Allrounder, Zink eignet sich oft für präzise Teile mit sehr guter Oberfläche, und Magnesium kommt vor allem dann infrage, wenn Leichtbau im Fokus steht.
Porosität/Lunker entstehen meist durch eingeschlossene Luft/Gase oder durch Schrumpfung beim Erstarren. Entscheidend sind u. a. Entlüftung, Anschnitt-/Überlaufkonzept, Prozessparameter und eine Konstruktion mit möglichst gleichmäßigen Wandstärken.
Wissensbereich

Druckguss ist ein sehr wirtschaftliches Verfahren für die Großserienherstellung von metallischen Gussteilen. Mit dem Druckguss können Sie komplizierte Formen mit hoher Genauigkeit, dünnen Wandstärken und glatten Oberflächen herstellen, die nur […]
Trusted by
Persönliches Meeting buchen
Jetzt kontaktieren
Die Grafik zeigt den Ablauf des Kaltkammerdruckgusses.


Das aufgeschmolzene Metall wird mit hoher Geschwindigkeit und Druck in die Form gedrückt. Ziel ist, die Kavität vollständig zu füllen, bevor das Metall an kritischen Stellen zu früh erstarrt.

In der geschlossenen Form erstarrt das Metall. Die Kühlung (Werkzeugtemperierung) beeinflusst Zykluszeit, Maßhaltigkeit und die Wahrscheinlichkeit typischer Gussfehler.

Nach ausreichender Erstarrung öffnet das Werkzeug, Auswerferstifte drücken das Gussteil aus der Form. Dabei können Anguss- und Überlaufbereiche noch am Teil verbleiben.
| Vorteile | hohe Produktivitat, gute Reproduzierbarkeit, oft sehr gute Oberflachen | geeignet fur hochschmelzende oder reaktivere Legierungen (vor allem Aluminium); grossere Teile moglich |
| Grenzen | Werkstoffe mussen Schmelze und Aggregat chemisch wie thermisch vertragen; Korrosion oder Angriff auf das System ist limitierend | mehr Prozessschritte, oft hoeherer Energie- und Handlingaufwand; Oxid- oder Lufteintrag muss gut beherrscht werden |
| Einsatzfaelle | praezise Serienteile, oft kleinere bis mittlere Bauteile, enge Toleranzen, gute Oberflaeche | Alu-Druckgussteile in mittleren bis grossen Serien, haeufig groessere Bauteile oder Strukturteile |
| Typische Branchenbeispiele | Beschlaege, Mechaniken, Gehaeuseteile, Praezisionskleinteile | Gehaeuse, Halter, Traeger, Strukturteile, Kuehlkoerper je nach Design |
Im klassischen Hochdruck-Druckguss unterscheidet man vor allem Warmkammer- und Kaltkammerdruckguss. Beide folgen dem gleichen Grundprinzip (Metall unter Druck in ein Werkzeug pressen), unterscheiden sich aber darin, wo sich das flüssige Metall befindet und wie es in die Form gelangt.
Das hat direkte Auswirkungen auf Zykluszeit, Werkstoffauswahl, Bauteilgröße und Prozessstabilität.
Aluminiumlegierungen benötigen deutlich höhere Temperaturen und können das Einspritzsystem (wenn es dauerhaft im Schmelzbad arbeitet) stärker belasten. Außerdem spielt bei Aluminium die Oxidbildung eine große Rolle – das Handling der Schmelze muss sehr kontrolliert stattfinden.
Deshalb ist Aluminium in der Praxis meist im Kaltkammerdruckguss zu Hause: Schmelze bleibt im separaten Ofen, wird portioniert eingefüllt, dann eingespritzt. Das ist pro Zyklus aufwendiger, aber werkstoffseitig robuster und skaliert auch für größere Bauteile.
Zinklegierungen werden bevorzugt für hochwertige, maßhaltige und genaue Gussstücke mit engen Toleranzanforderungen verwendet. Der hohe Schmelzpunkt von Zink macht es perfekt für Hochtemperaturanwendungen. Darüber hinaus sind diese Legierungen gute Strom- und Wärmeleiter. Oft verwendet werden:
Schon während der Fertigung überprüfen wir die Maßhaltigkeit der Komponenten. Unsere Experten vor Ort gewährleisten höchste Qualitätsstandards durch eine gründliche Endkontrolle aller Teile.

z. B. Träger, Konsolen, Befestigungselemente oder Strukturkomponenten, bei denen eine robuste Geometrie und reproduzierbare Montagepunkte gefragt sind.

z. B. für Elektronik oder Leistungskomponenten, wenn Wärme effizient abgeführt werden soll und gleichzeitig eine serientaugliche Fertigung gewünscht ist (je nach Design auch mit Nachbearbeitung).

z. B. Mechanikkomponenten oder kleine Funktionsteile mit feinen Konturen, bei denen sehr gute Oberflächen und enge Toleranzen im Vordergrund stehen.

z. B. Gehäuse oder Träger, bei denen Gewicht reduziert werden soll und die Anforderungen an Korrosionsschutz/Beschichtung von Anfang an mitgedacht werden.

Ursache: Metall dringt an Trennstellen aus – z. B. durch Werkzeugverschleiß, ungünstige Trennfugenlage, zu hohe Belastung oder unzureichende Verriegelung/Abstützung im Werkzeug.
Gegenmaßnahme: Werkzeugseitige Optimierung (Trennfuge, Passungen, Schieberführung), Instandhaltung/Verschleißmanagement und prozessseitig stabile Parameter; anschließend ggf. gezieltes Entgraten/Trimming.

Ursache: Ungleichmäßige Abkühlung/Schrumpfung, asymmetrische Geometrien oder innere Spannungen – oft verstärkt durch große Wanddickenunterschiede und ungünstige Auswerfer-/Entformungssituation.
Gegenmaßnahme: Konstruktiv Wandstärken harmonisieren und versteifende Elemente sinnvoll einsetzen, werkzeugseitig Kühlung/Temperierung ausbalancieren und Entformung/Auswerferkonzept optimieren; bei Bedarf definierte Nachbearbeitung an Funktionsflächen.
Je nach Bauteilanforderung wird Qualität typischerweise über eine Kombination aus Sichtprüfung (Oberfläche/Grat/optische Defekte), Maßprüfung (z. B. Messmittel, Lehren, ggf. 3D-Messung) und stichprobenbasierter Prozessüberwachung abgesichert.
Für kritische Anwendungen können weiterführende Prüfungen sinnvoll sein (z. B. Dichtheitsprüfungen oder andere zerstörungsfreie Verfahren) – der passende Prüfumfang richtet sich dabei immer nach Funktion, Risiko und Spezifikation des Bauteils.
Geometrien mit Schiebern, Hinterschneidungen, vielen Details oder hohen Anforderungen an das Entformen erhöhen Aufwand und Risiko.
Enge Toleranzen, Dichtheit, definierte Oberflächen oder spezielle Prüfungen treiben Kosten – häufig über zusätzliche Prozessabsicherung und Nachbearbeitung.
Entgraten ist meist Standard; zusätzliche Bearbeitung (Gewinde, Dichtflächen) oder Beschichtung/Lackierung erhöht die Kosten pro Teil.
Je größer die Stückzahl, desto besser lassen sich Werkzeug- und Anlaufkosten verteilen – oft der entscheidende Hebel für Wirtschaftlichkeit.
Aluminium, Zink und Magnesium unterscheiden sich in Materialpreis, Prozessführung und Nachbearbeitungsbedarf; die passende Wahl hängt stark von Bauteilfunktion und Umgebung ab.
Druckguss lohnt sich typischerweise, wenn serienfähige Mengen geplant sind, das Bauteil von Reproduzierbarkeit und kurzen Zykluszeiten profitiert und eine metallische Lösung mit guter Maßhaltigkeit und (bei Bedarf) hochwertiger Oberfläche gefragt ist.
Für sehr geringe Stückzahlen oder häufig wechselnde Geometrien sind oft alternative Verfahren sinnvoll – während Druckguss seine Stärken ausspielt, sobald eine Konstruktion stabil ist und über eine Serie hinweg effizient produziert werden kann.
Sie planen ein Druckgussteil und möchten früh klären, ob das Verfahren zu Stückzahl, Toleranzen und Oberfläche passt?
Nehmen Sie Kontakt auf und starten Sie mit uns Ihr Druckguss-Projekt
| Wirtschaftlichkeit | Wird mit steigender Stueckzahl wirtschaftlicher; besonders sinnvoll fuer serientaugliche Metallteile | Wird mit steigender Stueckzahl wirtschaftlicher; besonders sinnvoll fuer serientaugliche Kunststoffteile |
| Nachbearbeitung | Typisch sind Entgraten und Angussentfernung; gegebenenfalls zusaetzliche Bearbeitung und Oberflaechenarbeit | Haeufig weniger mechanische Nacharbeit; Entgraten oder Finish je nach Bauteil |
| Typische Anwendungen | Tragende oder robuste Metallkomponenten sowie struktur- und funktionsrelevante Teile | Funktionale Kunststoffteile mit hoher Designfreiheit und komplexen Geometrien |
Für den detaillierten Vergleich mit Entscheidungshilfe: Spritzguss vs. Druckguss – was sind die Unterschiede?
Damit Druckgussteile prozesssicher herstellbar sind und die Qualität in der Serie stabil bleibt, sollten zentrale Konstruktionsprinzipien früh berücksichtigt werden. In der Praxis beginnt das bei ausreichend Formschrägen, damit das Bauteil sauber entformt werden kann und Werkzeugverschleiß sowie Gratbildung reduziert werden.
Ebenso wichtig sind möglichst gleichmäßige Wandstärken: starke Wanddickensprünge erhöhen das Risiko für Porosität und Verzug, deshalb helfen weiche Übergänge und eine Konstruktion, die die Erstarrung nicht „gegen sich arbeitet“.
Anstelle scharfer Kanten sollten Radien vorgesehen werden, weil sie Spannungsspitzen reduzieren und den Metallfluss sowie die Erstarrung unterstützen. Für zusätzliche Steifigkeit werden häufig Rippen genutzt – idealerweise so, dass sie stabilisieren, ohne unnötig Material aufzubauen.
Parallel dazu lohnt es sich, Entformung und Trennfuge früh mitzudenken: Bauteilorientierung, Auswerferflächen und Trennlinien beeinflussen nicht nur Optik und Funktion, sondern auch Nacharbeit und Kosten.
Hinterschneidungen sollten nach Möglichkeit vermieden werden, weil sie die Werkzeugkonstruktion (z. B. Schieber/Mechaniken) deutlich komplexer machen können. Und schließlich gilt: Funktionsflächen wie Passungen, Dichtflächen oder Gewinde sollten bewusst definiert werden – inklusive der Frage, wo gezielte Nachbearbeitung sinnvoll oder notwendig ist.
Für eine ausführliche Checkliste mit typischen Werten, Beispielen und konkreten Konstruktionshinweisen: Wichtigste Druckguss-Design-Hinweise.
Typisch sind Anguss entfernen und Entgraten. Je nach Anforderung kommen Strahlen/Gleitschleifen, das Herstellen von Gewinden oder Funktionsflächen (z. B. Dicht- und Passflächen) sowie weitere Bearbeitungsschritte hinzu.
Je nach Anforderung sind Oberflächenbehandlungen wie Strahlen, Gleitschleifen, Lackieren/Pulverbeschichten oder weitere Beschichtungen zum Korrosionsschutz möglich. Welche Option sinnvoll ist, hängt von Optik, Umgebung und Funktion des Bauteils ab.
Vor allem von Bauteilgröße und -komplexität, der Anzahl an Schiebern/Mechaniken, den geforderten Toleranzen und der erwarteten Werkzeugstandzeit. Auch die geplante Stückzahl und die Anforderungen an Qualität/Prüfung beeinflussen den Aufwand rund um Werkzeug und Anlauf.
Beide nutzen eine metallische Dauerform. Beim Druckguss wird das Metall jedoch mit hohem Druck in die Form gepresst, was kurze Zykluszeiten und serientaugliche Fertigung begünstigt. Kokillenguss arbeitet typischerweise mit geringerem Druck, wodurch Prozess- und Bauteileigenschaften anders ausfallen können.
“Hochdruckguss" wird häufig als Synonym für Druckguss verwendet und betont den hohen Einspritzdruck, mit dem die Schmelze in die Form gepresst wird. In der Praxis ist damit meist genau das klassische Druckgussverfahren gemeint.
Häufig ist damit Spritzguss gemeint – Druckguss ist technisch ein Metallgussverfahren. Sie möchten ein Druckguss-Projekt umsetzen? Druckguss ist ideal, wenn Sie serientaugliche Metallteile mit hoher Wiederholgenauigkeit, stabiler Qualität und kurzen Zykluszeiten benötigen – zum Beispiel aus Aluminium, Zink oder Magnesium.
Entscheidend für ein gutes Ergebnis sind dabei nicht nur Material und Geometrie, sondern auch Werkzeugauslegung, Nachbearbeitung und eine saubere Qualitätssicherung. assemblean begleitet Sie dabei entlang der gesamten Prozesskette – von der Werkzeugfertigung über die Produktion bis zur termingerechten Lieferung.
Dabei profitieren Sie u. a. von: Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

CNC-Fräsen, -Drehen, Dreh-Fräsen und -Bohren – von Prototypen bis zur Serienproduktion, in allen Metallen und Kunststoffen.

Hochpräzises Draht- und Senkerodieren für komplexe Geometrien, feine Konturen und enge Toleranzen in allen leitfähigen Metallen.

Die Fertigungsverfahren Spritzguss und Druckguss sind weitverbreitete Verfahren in der Teilefertigung. Damit du das richtige Verfahren für deine Produkte auswählen kannst, solltest du die Unterschiede zwischen Spritzguss und Druckguss kennen. […]

Die Entwicklung eines physischen Produkts ist gar nicht so einfach. Welche Komponenten müssen bei der Ideenfindung beachtet werden? Welcher Hersteller ist der Richtige? Lohnt es sich, die Idee meines Produkts […]
© assemblean 2026 | Alle Rechte vorbehalten.